2 Comments

  1. Gertrude

    Wahre Kaffeegenießer verzichten auf Kaffeekapseln, seien sie aus Aluminium oder nicht. Im Job, okay, doch da will man doch eigentlich nur eine kurze Pause machen und schnell mal einen Kaffee unterdrücken. Oder natürlich Zuhause, vielleicht morgens, um schnell in die Gänge zu kommen. Die Kaffeezubereitung darf ruhig an ein kleines Ritual gebunden sein und ein Ritual braucht Muße und Verzicht auf das Zuviel vom Guten. Das gleitet schnell ab in ein Suchtverhalten. Doch ein Ritual, ein ritualisierter Ablauf um es alltäglicher zu formulieren, hilft zuerst einmal sich einzustimmen auf das, was genossen werden will. Das Rauschen des Wassers, wenn es in das Behältnis rinnt, die unterschiedlichen Geräusche wie das Öffnen der Kaffeedose, der Klang des Abklopfen des Kaffeelotes oder das Abstreichen mit den Fingern, das Klicken des Schalters, das Einrasten des Siebes, der Dampf, die Wahrnehmung des Geruches, zuerst kaum wahrnehmbar, das merklich intensiver. Das Fließen des schwarzen Goldes in die Lieblingstasse und die schwierige Entscheidung: eine Schale Nuß (mit Milch), eine Schale Gold (mit Obers; es sind zwei nicht mehr gebräuchliche österreichische Bezeichnungen) oder pur: heiß, schwarz und bitter. Genuß ist am allerwenigsten von einer teuren Kaffeemaschine abgängig, sondern von der Zeit, die mann oder frau sich für das Gesamtkunstwerk Käffchen nimmt.

    • admin

      Völlig richtig! Keine Kapseln. Kapsel war nur im Job ein Versuch. Aber schon nach wenigen Meetings und Nachbestellungen hat es mir damals gereicht. Ob jetzt Siebträger, Aufbrühen oder Mokkakanne, es gibt nur eines: schmeckt mir oder eben nicht. Ich mag halt einen kräftigen Espresso. Und ich mag das Ritual der Zubereitung. Dazu baldigst mehr, bin im Blog noch nicht auf dem aktuellen Stand.

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